Statement – Stellungnahme Susan Ville

About AI writing and robot content – RAGE 46


„Bin ich die Erste, der es passiert, dass Fotos, Texte oder Sounds einem Kopisten zum Opfer fallen? Gewiss nicht. Dennoch; nach 20 Jahren Diskussion darüber, wie man geistiges Eigentum überhaupt definiert, bin ich jede weitere Stellungnahme leid.

Jede weitere Diskussion, jeden öffentlichen Streik und jede sozial-mediale Bekundung von Betroffenen bin ich leid. Darum beantworte ich die Frage zur Kreativleistung des Menschen nur noch einmal und hier: Wer eine plausible Erklärung vorweisen kann, warum meine Inhalte irgendwo im WWW verfälscht platziert werden, sodass Zwischenhändler und Content-Plattformen mehr Geld einsacken als der Original-Künstler, – welcher Monate, Jahre – in meinem Fall sogar Dekaden – an einem Stoff gearbeitet hat – wendet sich vertrauensvoll an mich. Jede andere „Quelle“, und sei sie noch so clickbate-berühmt, trendy oder influencing – wird erfahren müssen, wieso ich dieses Buch überhaupt geschrieben habe: wer durch eine persönliche Hölle geht, um Menschen eine Geschichte zu hinterlassen, ist auch juristisch nicht anfechtbar. Also versucht es erst gar nicht. Meine Suchroutine findet Euch!

Vertraut auf Eure Intuition und wählt einen anderen Gegner.
Denn mein Anwalt ist die Geschichte.

Künstliche Intelligenz – sie existiert seit Beginn der Robotik, seit Menschen Maschinen konstruieren, um sich das Leben angenehmer zu gestalten – ohne wirklich etwas gestalten zu müssen. Heute wird das Thema durch Vertriebsalgorithmen und den Zwang der Inhaltsproduktion neu belebt. Ich selbst saß schon in den 80ern des letzten Jahrhunderts in den IT-Fakultäten und habe mit Professoren über KI debattiert. Das clevere KI-Script – es generiert den oszillierenden Trash eines Pseudoneuronetzwerks und ist deshalb sicher zu etwas nütze. So wie Trash-DNA für uns keinen Zweck erkennen lässt, trotzdem wird sie von einer zur nächsten Generation nicht zwecklos mitgeschleift. Man muss also keine Angst vor dem Remake haben.

Das Original wird biologisch, chemisch, physikalisch immer erkennbar sein – und das noch in 100 Million Jahren. Wir werden es bedauerlicherweise nicht einmal soweit schaffen wie Bruder Neanderthaler, weil wir inzwischen den Körper zellulär heruntergewirtschaftet haben, mit all den Mittelchen in uns und unserer Nahrung. Gnade ist ein kulturelles Konstrukt, es wird uns an dieser Stelle nicht retten. Planet Erde kennt keine Gnade, hier kennt man Wertvolles: Selektion und die Unendlichkeit der mathematischen Möglichkeiten. Alt wie die Erde, alt wie das Universum. Alt wie ‚Alpha et Omega‘.

Die Gesellschaft spaltet sich heute nicht grundlos. Sie wird angetrieben durch die echten Macher unseres Planeten – Bausteine, die wir versuchen zu erforschen, zu adaptieren, zu manipulieren. Das Wissen findet man im Original, die Kopie ist verschwendete Raum-Zeit. Sicherheitskopien sind des Lebens Notstromaggregat. Manche finden sie in der schwarzen Materie oder dem Antagonisten einer antiken Überlieferung. Gespeist wird Leben vom Erstwerk. Der Grund, warum uns nach 20 Jahren Internet alles erscheint wie eine rekursive Zeitschleife, liegt eben daran, dass man aus gespeicherten Daten n-Varianten produzieren, diese wieder einsetzen und dem Massenhirn damit vorgaukeln kann, etwas Neues zu sehen. Das zieht sich wie ein roter Faden durch das beginnende 21te Jahrhundert und hält auch Forschung und Wissenschaft im ewigen Fortschrittsglauben gefangen. Sequenzieren und Synthetisieren sind nur zwei Beispiele, die zeigen, wie verloren wir sind – angesichts der Übermacht der Möglichkeiten des sichtbaren Universums. Vom Nichtwahrnehmbaren und Unmessbaren ganz zu schweigen. Das Virus würde sich totlachen, wäre es ein Mensch. Es überlebt in uns.

Wir können gar nicht so viel Energie verschwenden, um Gott Moloch Daten zu opfern, ihm zu dienen – wie wir Menschlichkeit produzieren müssten. Es frisst uns auf wie die Zeit. Das Schweigen vom nicht Messbaren – nennt man in der Musik die Generalpause. Man sollte sie modernen Gesellschaften verordnen wie ein Arzneistoff, damit sie erkennen, was sie längst verloren hatten: das Bewusstsein, woraus Leben besteht.

Wer also Kunst mit allen Sinnen wahrnehmen möchte, mit Leidenschaft Musik machen und hören will, mit allen uns bekannten menschlichen Emotionen Dinge erleben will – neue Dinge, die bereichern, macht sich auf die Suche nach dem Original. Ich glaube tatsächlich, wir sind die einzige Spezies, die ihr Bewusstsein bewusst zerstört. Das Paradoxon einer Existenz, die ihr Denken abschafft, um es durch leblose Zahlenkolonnen und Zufallsmuster zu ersetzen. Eines Tages werden wir das Original verlieren, um Server der Beliebigkeit zu sein.

War vielleicht mal ein experimentelles Virus in jüngster Vergangenheit … oder diese hübschen geist-erweiternden Substanzen aus dem Labor der Opioidkartelle, die gerade die ganze Welt überschwemmen, mittels Dunkelnetz der Cyber-Limited – kein echter Gegner für Leben. „

Susan Ville

Jedes KI-Programm kann besser schreiben als wir, solange die Leser damit zufrieden sind.

RAGE 46 – Susan Ville

Artists of RAGE 46 – human content

Music copyright QAF A-Qafour Music – Original Score: A. Al Mohammad

Veröffentlicht von villebooks

Susan Ville is a pro Photographer, Journalist and Media Expert. She lives in Germany for work and in Egypt's deserts to write novels. She fights for human rights and planet earth, loves courageous people, good music and ancient books. Founder of ANAS intranet for civil protection and VILLEBOOKS publishing - Field of expertise: Optics & Photometry, Editing

Entdecke mehr von RAGE 46

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen